Daniel Zimmermann | Bürgermeister der Stadt Monheim am Rhein

Mittwoch | 7. September 2011 | 21:39 Uhr

Sekundarschule in greifbarer Nähe

Elternbefragung startet in der kommenden Woche

Die Schullandschaft in Monheim am Rhein wird sich verändern. Vor den Sommerferien hat der Stadtrat beschlossen, die Monheimer Hauptschule aufzulösen, weil es kaum noch Anmeldungen für diese Schulform gibt. Die Grenze für die mindestens erforderliche Zahl an Schülerinnen und Schülern wurde weit unterschritten. Doch auch die Realschule hat in den vergangenen Jahren rund ein Viertel ihrer Schülerinnen und Schüler verloren. Und während das Gymnasium relativ konstante Zahlen aufweist, gibt es in der Gesamtschule wesentlich mehr Anmeldungen, als Plätze zur Verfügung stehen. Allein in diesem Jahr mussten dort 50 Kinder abgelehnt werden, die von ihren Eltern für das fünfte Schuljahr angemeldet worden waren.

Wir beobachten damit eine Tendenz weg von Schultypen, die nur bestimmte Schulabschlüsse anbieten (wie die Hauptschule und die Realschule), hin zu Schulformen, die alle Möglichkeiten für die Schullaufbahn der Kinder offen halten (wie das Gymnasium und die Gesamtschule). Die Stadt als Schulträger nimmt diese Entwicklung zum Anlass, sich mit der Struktur der weiterführenden Schulen ab dem Schuljahr 2012/2013 zu beschäftigen. Eine Antwort auf die beschriebene Entwicklung könnte die Errichtung einer so genannten Sekundarschule sein. Sowohl die Stadtverwaltung als auch ich persönlich befürworten die Einführung dieser neuen Schulform.

Die Landtagsfraktionen von CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen in Nordrhein-Westfalen (NRW) haben am 19. Juli 2011 eine Vereinbarung über die zukünftige Gestaltung des Schulsystems in NRW getroffen, die zurzeit noch vom nordrhein-westfälischen Landtag in das Schulgesetz eingearbeitet wird. Danach ist die Gründung einer Sekundarschule möglich, wenn in der jeweiligen Stadt ein Bedürfnis besteht. Wir glauben, dass dies in Monheim am Rhein der Fall ist.

Es ist wissenschaftlich belegt, dass vom längeren gemeinsamen Lernen alle Kinder profitieren. Die neue Schule soll eine integrierte Schule im Ganztagsbetrieb sein. Das bedeutet, dass es dort keine Aufteilung in einen Hauptschul-, Realschul- oder Gymnasialzweig geben wird. Alle Kinder lernen gemeinsam in schulformübergreifenden Lerngruppen und werden individuell so gefördert, dass sie ihre Begabungen, Fähigkeiten und Kompetenzen optimal entfalten und damit den bestmöglichen Bildungserfolg erzielen können.

Mit der Gründung einer Sekundarschule würde auch die Monheimer Realschule auslaufen, also keine neuen Fünftklässler mehr aufnehmen. Das Gymnasium und die Gesamtschule werden unverändert weitergeführt.

Die Sekundarschule in Monheim am Rhein ist so konzipiert, dass dort sämtliche Bildungsabschlüsse vom Hauptschulabschluss über die Fachoberschulreife - mit und ohne Qualifikation für die gymnasiale Oberstufe - bis hin zum Abitur ermöglicht werden. Durch eine verbindliche Kooperationsvereinbarung mit dem benachbarten Otto-Hahn-Gymnasium (OHG) haben die Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule bei entsprechender Qualifikation das Recht, die gymnasiale Oberstufe des OHG zu besuchen. Wir glauben, dass wir damit den Wünschen der Eltern an ein weiterführendes Schulsystem am besten gerecht werden können.

In der kommenden Woche werden alle Eltern, deren Kinder aktuell die dritten und vierten Klassen in den Grundschulen besuchen, über ihre Wünsche an die Monheimer Schullandschaft ab der fünften Klasse befragt. Der Elternwille zählt. Nur wenn die Nachfrage nach einer Sekundarschule in Monheim am Rhein groß genug ist, wird diese neue Schulform in Monheim am Rhein eingerichtet.

Am 21. September 2011 werden die Ergebnisse der Elternbefragung im städtischen Schulausschuss präsentiert. Der so erklärter Elternwille geht dann in die weitere Schulentwicklungsplanung und damit im Idealfall in die Gründung einer Sekundarschule ein.

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